Gedichte

Christel Baumgart
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wehrlos

Ist es das, was du willst?

Ich stell mir deine Augen vor

Als er das Tor zuschlug

Bau mein Haus wieder auf

Es gibt Menschen

Meine Welt ist ein
verwilderter Garten


Die eine Zeit

Ich komme schon zurecht

da ich erwachte

mehr nicht

Ein Zittern warst du nur auf meiner Haut



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alles fortwerfen

Der Schnee fällt nicht

Kann ich

In meinem Traum

zwischen-zeit

Rufe mich nicht

Ich bring dir ungelebte Möglichkeiten

Und doch

Wenn ich hier so gehe

Ich hab so leere Arme

aushalten

Mir gehören alle Meere
dieser Welt


In meinem Traum
bist du ein fremder schwarzer Vogel
in der Nacht

Du nistest weitab
im verfallenen Turm
über den Wäldern

Scheu scharrst du
am mürben Gestein
verbirgst dich vor
dem fahlen Licht der Abendsonne
schreitest auf und ab
auf und ab

Wenn der Mond kommt
putzt du dein Gefieder
dein rabenschwarzes Gefieder
und streichst dir
den Staub aus dem Kleide

In der zweiten Hälfte der Nacht
breitest du deine Schwingen aus
königlich kreist du
Herr über Wälder und Seen
Ich entgehe dir nicht